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Gedenken an Ende des Ersten Weltkriegs Zahlreiche Repräsentanten europäischer Staaten und der USA haben am Dienstag der Beendigung des Ersten Weltkrieges vor 90 Jahren gedacht und an die mehr als 8,5 Millionen gefallenen erinnert. Auf einem deutschen Soldatenfriedhof nahe Verdun legte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy gemeinsam mit dem deutschen Bundesratspräsidenten Peter Müller, dem Regierungschef des Saarlandes, einen nieder. Gleichzeitig feierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der polnischen Führung in Warschau den 90. Jahrestag der Polens. Auch in den USA wurde am «Veteranentag» mit Kranzniederlegungen an die Kriegstoten erinnert. Auf Einladung des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski verfolgte die Kanzlerin zusammen mit 15 anderen Staats- und Regierungschefs die feierliche Wachablösung vor dem Grabmal des Soldaten sowie eine Militärparade. Sie sei nach Warschau gekommen, um dem polnischen Volk zum Unabhängigkeitstag zu gratulieren, sagte Merkel. Es sei ein «wunderbares Gefühl», dass sie hier als «Partner und Freund Polens» sein . Nach vielen schmerzhaften Perioden in der Geschichte stünden Polen und Deutschland heute als Partner in Europa und in der NATO , sagte Merkel. (...) In Warschau nannte Staatspräsident Kaczynski den 11. November einen «Tag der Freude». Nach 123 Jahren sei Polen damals wiedererstanden. Er hob die Vaterlandsliebe und den Patriotismus seiner Landsleute von damals hervor. «Patriotismus bedeutet nicht Nationalismus», sagte er. Der Nationalismus schöpfe aus dem Hass, der Patriotismus dagegen aus der . Patriotismus sei heute genauso notwendig wie damals, meinte das Staatsoberhaupt. Polen war seit dem Ende des 18. Jahrhunderts unter Russland, Preußen und Österreich . Erst der Zusammenbruch aller drei Kaiserreiche im Ersten Weltkrieg machte die Wiederherstellung des polnischen Nationalstaates möglich. Die Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit sollten am Abend mit einem Gala für rund 800 Gäste in der Nationaloper fortgesetzt werden. Zu diesem Staatsakt war Ex- Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa nicht eingeladen, worüber sich zahlreiche polnische Politiker empörten. Kaczynski und Walesa, die bis 1991 in der Gewerkschaft «Solidarnosc» eng zusammengearbeitet hatten, sind seit Jahren verfeindet. Kaczynski warf Walesa unter anderem vor, für den kommunistischen Geheimdienst spioniert zu haben. Quelle: Klamm.de -> Geschichte -> Frankreich/Polen |
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